Obstdaten 2025
2025 wurden fast 124 500 Tonnen Schweizer Obst in Tafelqualität vermarktet. Die Importe beliefen sich auf rund 57 200 Tonnen Obst derselben Obstarten. Exportiert wurden knapp 3 000 Tonnen, hauptsächlich Äpfel. Der sich daraus ergebende Pro-Kopf-Konsum liegt leicht unter demjenigen des Vorjahres. Die Mostobsternte fiel tiefer als 2024 aus. Der Anbau robuster Apfelsorten in der Schweiz nimmt zu. Die Anbaufläche von Beeren ging zurück.

Tafelobsternte 2025 vergleichbar zum Vorjahr
Im Jahr 2025 wurden 2 Prozent weniger Obst (inkl. Beerenobst) in Tafelqualität geerntet als 2024. Berücksichtigt bei der Berechnung sind für die Inlandproduktion bedeutende Arten.
Fast ein Drittel weniger Mostobst als 2024
Das BLW richtet Beiträge aus an gewerbliche Mostereien für die Lagerung einer betriebsbezogenen Marktreserve an Apfel- und Birnensaftkonzentrat. In diesem Zusammenhang erhebt das BLW Daten zur Verarbeitung von Mostobst. Mit einer Menge im Jahr 2025 von knapp 76 000 Tonnen liegt diese 30 Prozent tiefer als im Vorjahr und rund 14 Prozent tiefer als im Schnitt der vier Vorjahre.
Weitere Daten zur Mostobstproduktion und Verwertung finden Sie auf der BLW-Webseite unter Obst und Gemüse.
2025 weniger Frischobst importiert als im Vorjahr
Aufgrund der grossen Ernte 2024 und der guten Lagerfähigkeit von Kernobst waren weniger Ergänzungsimporte an Äpfeln und Birnen nötig als in den Vorjahren. Demgegenüber führte die tiefe Zwetschgenernte 2025 dazu, dass mehr Zwetschgen eingeführt wurden, nämlich rund 7100 Tonnen. Insgesamt lag die Importmenge von in der Schweiz angebauten, bedeutenden Obstarten in Tafelqualität mit einer Menge von rund 57 000 Tonnen 11 Prozent unter dem Vorjahr und gleichviel tiefer als im Durchschnitt der 4 Vorjahre.
Weitere Daten zur Ein- und Ausfuhr können auf der vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) zur Aussenhandelsstatistik zur Verfügung gestellten Seite AHST abgefragt werden.
Anbaufläche 2025
Die gesamte Obstfläche 2025 war 6 078 Hektaren (Nettofläche). Details können der Flächenstatistik Obstanlagen der Schweiz 2025 entnommen werden. Der Schweizer Obstverband SOV erhebt die Flächen verschiedener Beerenarten. Anders als in den Vorjahren ist 2025 mit 469 Hektaren nicht nur die Fläche der Erdbeeren gesunken, sondern auch diejenige der Strauchbeeren.
Anbau robuster Apfelsorten nimmt zu
Im Oktober 2025 wurde die Liste der robusten Apfelsorten um zwei erweitert, für dessen Pflanzung der Bund Beiträge auszahlt. Die Anbaufläche dieser Apfelsorten belief sich 2025 auf 218 Hektaren. Seit dem 1. Januar 2023 gewährt der Bund Finanzhilfen an die Pflanzung von robusten Kernobstsorten. Das Ziel dieser Förderung ist der vermehrte Anbau von robusten Apfelsorten, um dadurch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Die Liste mit robusten Apfelsorten wurde in Zusammenarbeit mit Forschung, Kantonen und Branchenvertretern entwickelt.
Pro-Kopf-Konsum Frischobst 2025 wieder gesunken
Der Pro-Kopf-Konsum ausgewählter mengenmässig wichtiger Obsttypen, die zu einem wesentlichen Anteil in der Schweiz produziert werden, war 2025 mit knapp 17,5 Kilogramm 9 Prozent tiefer als im Vorjahr und 11 Prozent tiefer im Vergleich zu den vier Vorjahren. Der Pro-Kopf-Konsum wird berechnet anhand des Marktvolumens und der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz. Das Marktvolumen entspricht der Inlandproduktion (Vermarktungsmengen) des Obstes in Tafelqualität plus Importe minus Exporte von Frischobst der ausgewählten Arten. Hauptgrund für den tieferen Pro-Kopf-Konsum 2025 gegenüber dem Vorjahr ist der tiefere Konsum von Kernobst.
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